In den Sommermonaten gibt es in vielen Städten und Gemeinden Veranstaltungen, auf denen sich Künstler präsentieren können. Meistens stellen hier Hobbykünstler ihre Werke aus. Sie können sich und ihre Kunst zusammen mit manchmal mehreren hundert anderen Kunstschaffenden der Öffentlichkeit präsentieren. Es gibt zwei Arten solcher Veranstaltungen.

Künstlermärkte

Bei solchen Märkten gibt es die ganze Bandbreite der Kunst zu sehen, darunter auch Volkskunst und handgefertigte Waren. Ganz wichtig ist, dass die Künstler auch selbst an ihrem Stand sind und den Besuchern Informationen oder Einblick in ihre Fertigkeiten geben. Ein Beiprogramm sorgt für weitere Unterhaltung. Angeboten werden auf den Künstlermärkten Gemälde und Skulpturen, Textilien oder Dekoration fürs eigene Heim. Kerzenmacher stehen neben Anbietern von Ton und Keramik, während ein paar Schritte weiter großformatige Ölgemälde zu sehen sind. Auch darstellende Kunst kann vertreten sein, auf einer kleinen Bühne oder durch Clowns, die durchs Publikum laufen. Große Unterhaltung bieten auch immer Vorführungen aus dem Bereich Kunsthandwerk: Hier lernen die Besucher töpfern oder können sich kreativ mit Ton ausdrücken, es gibt Strickkurse und Anleitungen, wie man Trockenblumensträuße richtig bindet und präpariert.

Freiluftausstellungen

Diese Ausstellungen bieten Künstlern, die ihre Bilder oder Skulpturen einem großen Publikum zeigen wollen, einen Raum. Das Niveau ist hier höher, die Künstler haben eine Ausbildung gemacht, bestechen durch Originalität und Kreativität. Bei den Freiluftausstellungen wird ebenfalls ein Rahmenprogramm geboten. Auf der Bühne wird musiziert, es kann aber auch Gesprächsrunden mit Künstlern geben. Man findet bei diesen Veranstaltungen immer wieder Schnäppchen von sehr guten, bis dato aber noch nicht sehr bekannten Künstlern. Bei kleinen Auktionen werden einige der ausgestellten Bilder auch manchmal versteigert. Die Bilder und anderen Werke sind darüber hinaus in einem Ausstellungskatalog aufgelistet. Bei solchen Ausstellungen stehen die Werke im Mittelpunkt, die Künstler können, aber müssen nicht vor Ort sein. Sie können sich auch durch den Veranstalter oder ihre Galeristen vertreten lassen.